Wilhelm Flitners politische Sorgen am Ende der Weimarer Republik

Teil 7

Flitner beendet seinen Vortrag mit einer ernsten Warnung an seine Hörer (S. 21,22,23): „Der Gedanke des sozialen Volksstaates, der Gedanke einer Mitbestimmung der Regierten und der Demokratie” befänden sich in einer kritischen Lage. Man wisse allerdings nicht, ob dieser Staatsgedanke „das letzte Wort in der Menschheitsgeschichte” bleiben werde. Aber den Glauben daran sollten wir stärken, „daß es Sinn hat, ein Äußerstes zu wagen, um in dem Menschen ein Mehr zu sehen als ein Stück Natur, als eine Maschine, ein Objekt der Willkür und fremder Einwirkung”, „der Liebe wert, trotz ihrer Endlichkeit und Schwäche unantastbar für den Mitmenschen”.

„Die Verfassung vom 11. August 1919 ist ein lebendiges Zeugnis dieses Glaubens. Möchte es gelingen, dieses Fundament der Verfassung unter uns zu bewahren und zu festigen”.

Diese Verfassung sieht Flitner zugleich als ein Fundament, das immer mehr zur Grundlage unserer Erziehung und unserer konkreten Politik werden möge. (S. 22,23) Insofern lasse uns die gegenwärtige Not unserer Erziehung auf Zukunft hoffen. 

 

Zurück   Weiter